Gespräch mit der Leitung der evangelischen Kirchengemeinde in Walldorf

Vor Kurzem trafen sich unser Bürgermeisterkandidat Matthias Renschler sowie Paula Glogowski, Stadträtin und Pressesprecherin, mit Pfarrerin Henriette Freidhof, Pfarrer Dr. Uwe Boch, Gemeindediakon Oliver Tuscher und den beiden Vorsitzenden des Kirchengemeinderats, Rainer Dörlich und Hilke Woche, um sich über die Situation der evangelischen Kirchengemeinde in Walldorf zu unterhalten. Selbstverständlich fand das Treffen unter Berücksichtigung der Abstands- und Hygieneregeln statt. So trafen wir uns draußen und auf Abstand.

Zu Beginn stellten sich alle Gesprächsteilnehmer vor. Matthias Renschler erzählte: „Als Protestant war ich als Jugendlicher in der Jugendschar und später in der Jugendarbeit aktiv. Ich bin als Protestant in einer katholisch geprägten Gemeinde aufgewachsen – mein Christ-Sein und die Ökumene haben daher bis heute eine wichtige Bedeutung für mich.“ Auch die Tochter von Matthias Renschler, Julia, wurde im vergangenen Jahr konfirmiert – leider unter Pandemiebedingungen.

Rainer Dörlich fragte unseren Bürgermeisterkandidaten, in welchen Bereichen er die Kirche als Partnerin sehe. Matthias Renschler machte deutlich, dass die Kirchengemeinden für ihn eine wichtige beratende Rolle hätten und er die Erfahrung der Gemeinden gerne nutzen werde – sei es im Kontext der Seniorenbetreuung und der Frage nach der Erweiterung des Astor-Stifts, in der Frage nach Werten in unserer Gesellschaft und unserem Zusammenleben in Walldorf oder auch im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit. „Wir haben sehr viel Expertise hier im Ort und aus dieser sollten wir mehr schöpfen. So können wir Ideen für unsere Stadt gemeinsam entwickeln und durch die integrative Kraft von Stadt, Kirchen und Vereinen voranbringen. Ein gedeihliches Miteinander ist hierbei zentral für mich.“

Wir beschäftigten uns auch mit der Frage, ob Kommunalpolitik sich weg von Kirche bewege. Matthias Renschler verdeutlichte, dass ihm als Christ die Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden sehr wichtig sei. Die Stadt und die Kirchen in Walldorf haben viele gemeinsame Interessen, beispielsweise wenn es um die Fragestellung geht, wie man für die Jugendlichen in Walldorf mehr Raum schaffen kann. In diesem Zusammenhang sprachen wir auch über die Idee eines „Haus der Vereine“. Matthias Renschler sagte: „Bei der Konzeptentwicklung eines solchen Vereinshauses möchte ich gerne auch die beiden Kirchengemeinden mit ins Boot holen, denn gerade im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit haben die Kirchengemeinden viel Erfahrung.“

Des Weiteren sprachen wir über die Gestaltung der Walldorfer Innenstadt und die Frage, wie eine Belebung der Hauptstraße gelingen könnte. In diesem Zusammenhang kamen wir auch auf die wenigen Sitzmöglichkeiten und Bänke in Walldorf zu sprechen. Gerade für unsere Seniorinnen und Senioren wäre es dringend notwendig, die Sitzmöglichkeiten auszubauen. Matthias Renschler sagte dazu: „Ich bin diesbezüglich bereits im Gespräch mit ein paar Verbänden in Walldorf, die im Bereich der Seniorenarbeit tätig sind. Wir müssen unbedingt für mehr und bessere Sitzmöglichkeiten in Walldorf sorgen. Die großen Steine auf der Drehscheibe beispielsweise sind völlig ungeeignet für ältere Menschen, um dort zu Sitzen. Und auch die vielen Bänke ohne Lehne sind nicht altersgerecht. Dieses Thema möchte ich zeitnah angehen und werde dann auch noch einmal auf die Kirchengemeinden zugehen, damit wir uns gemeinsam über sinnvolle Standorte für mehr und bessere Sitzmöglichkeiten in Walldorf unterhalten können.“

Vielen Dank an mit Pfarrerin Henriette Freidhof, Pfarrer Dr. Uwe Boch, Gemeindediakon Oliver Tuscher und die beiden Vorsitzenden des Kirchengemeinderats, Rainer Dörlich und Hilke Woche, für das spannende und aufschlussreiche Gespräch sowie die vielen Ideen und Anregungen!

Auch mit dem Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde, Dr. Michael Hettich haben wir uns getroffen – den Bericht dazu finden Sie hier: Im Gespräch mit Pfarrer Dr. Michael Hettich von der Seelsorgeeinheit Walldorf- St. Leon-Rot