Matthias Renschler im Gespräch mit dem Deutsch-Türkischen Elternverein e.V.

Unser Bürgermeisterkandidat Matthias Renschler hat sich mit Fatih Bilir, 1. Vorsitzender, Gülay Yildiz, Kassenwartin, Burçin Dagaydin, Jugendwartin und Ilhan Sucu, Jugendwart, vom Deutsch-Türkischen Elternverein e.V. getroffen, um über den Verein zu sprechen.

 

Der Verein wurde 1979 mit dem Ziel gegründet Kinder und Jugendliche sowie insbesondere Kinder mit Migrationshintergrund zu fördern, den Dialog mit den Schulleitungen zu intensivieren sowie Kultur und Werte zu erhalten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt zudem auf dem interkulturellen Austausch.

Der Deutsch-Türkische Elternverein ist alljährlich mit einem Stand auf der Walldorfer Kerwe vertreten und feiert jedes Jahr als großes Event in der Astoriahalle, das internationale Kinderfest, ein Fest zu Ehren des Kindertags am 23. April, welches 1920 von Atatürk eingeführt wurde. Es ist ein Fest mit Bühnenauftritten von Kindern und Jugendlichen, dessen Vorbereitungen der Verein zwei bis drei Monate vorher beginnen. Trainiert wird dafür sonntags in der Sporthalle der Waldschule. Natürlich werden auch diverse andere Vereine für Auftritte eingeladen, wie zum Beispiel die Astoria Störche, die Indische Tanzgruppe, die Capoeira Tanzgruppe und einigen Weitere. Das ist ein wichtiger Beitrag für den interkulturellen Austausch in Walldorf.

Es gab in der Vergangenheit auch oft Kooperation mit den Musik- beziehungsweise Chorlehrerinnen der Grundschulen.  Der Deutsch-Türkische Elternverein freut sich über jede Beteiligung, denn jede Kultur ist eine Bereicherung und das Fest ist eine gute Gelegenheit, einander besser kennen zu lernen, Vorurteile abzubauen und Hand in Hand für ein gemeinsames Miteinander einzustehen, ganz nach dem Motto: „Wir alle sind Walldorf.“

Bei dem Treffen sprachen wir darüber, dass der Deutsch-Türkische Elternverein kein eigenes Vereinsheim hat und die finanziellen Mittel des Vereins begrenzt sind. Deshalb müssen beispielsweise Vorstandssitzungen am Abend in Gaststätten abgehalten werden und die Materialien des Vereins sind auf viele Haushalte verteilt. Hier kam wie schon bei vielen Treffen zuvor erneut das Thema eines Vereinshauses auf und Matthias Renschler bekräftigte: „Ich werde mich auf jeden Fall für die Einrichtung eines ‚Hauses der Vereine’ stark machen. Viele Vereine haben mir bereits mitgeteilt, dass sie kein eigenes Vereinsheim haben und dringend Räumlichkeiten benötigen – Diesen Zustand möchte ich verändern.“

Des Weiteren sprachen wir über eine bessere Vernetzung der Vereine untereinander und die Möglichkeit von mehr Interaktionen. Auch hier verdeutlichte Matthias Renschler: „Das ‚Haus der Vereine‘ könnte ein Ort sein, an dem sich vielfältige Vereine begegnen und die Zusammenarbeit stärken. Außerdem möchte ich auch die Einführung eines jährlichen ‚Fest der Vereine‘ anregen, welches die Vereine gemeinsam ausrichten und sich damit auch den Bürgerinnen und Bürgern in Walldorf vorstellen können.“

Zum Schluss kam noch das Thema der Partnerstädte von Walldorf auf. Auch hier würde sich der Deutsch-Türkische Elternverein eine engere Beziehung zu den Partnerstädten und vor allem der Stadt Kırklareli wünschen. Die Stadt Walldorf hat viele Partnerstädte, doch nicht zu allen werden aktuell enge Bindungen gepflegt. Matthias Renschler bedankte sich für die Anregung und sagte dazu: „Diesen Hinweis nehme ich gerne mit und werde mir Gedanken darüber machen, wie die Beziehungen zu unseren Partnerstädten gestärkt werden können.“

Vielen Dank an den Deutsch-Türkischen Elternverein für das interessante und offene Gespräch sowie die zahlreichen wichtigen Anregungen!