Matthias Renschler im Gespräch mit Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr, Geschäftsführer der Schweickert GmbH

Kürzlich trafen sich unser Bürgermeisterkandidat Matthias Renschler sowie Paula Glogowski, Stadträtin und Pressesprecherin, mit Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr, Geschäftsführer bei der Schweickert GmbH und ehemaliger Landtagsabgeordneter für Bündnis 90 die Grünen, um sich über den Wirtschaftsstandort Walldorf und Möglichkeiten der besseren Kooperation zwischen Stadt und Gewerbe zu unterhalten.

Matthias Renschler sagte zu Beginn: „Viele Walldorferinnen und Walldorfer wissen gar nicht, was es für eine Vielfalt an Unternehmen in unserem Gewerbegebiet gibt. Darunter sind sowohl kleine als auch mittelständische oder auch große Unternehmen zu finden.“

Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr machte deutlich, dass er sich eine engere Vernetzung und mehr Kontakt zur Stadt wünschen würde. Matthias Renschler stimmte zu: „Ich möchte mich dafür einsetzten, den Kontakt zu den vielen Unternehmen in Walldorf zu stärken. Über ein regelmäßiges Unternehmertreffen hinaus möchte ich für die Unternehmen direkter Ansprechbar sein und den Austausch verstärken.“

Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr sagte: „Walldorf wird der Hauptstandort der Schweickert GmbH bleiben. Wir fühlen uns hier wohl und wollen hier weiter wachsen.“

Die Schweickert GmbH ist seit knapp 60 Jahren hier in Walldorf ansässig und mit sieben Auslandsstandorten weltweit vertreten. Bis letztes Jahr gab es noch eine weitere GmbH in Nussloch, doch diese wurde 2020 nach Walldorf verlegt und mit dem hier bestehenden Unternehmen verschmolzen. 2019 ergänze Ralf Schweickert die Geschäftsführung seines Unternehmens mit Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr und Thomas Jung.

Ursprünglich war das Unternehmen ein Elektrohandwerksbetrieb, „das ist auch immer noch das Herz des Unternehmens“, erzählte Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr. „Unser Slogan ‚von Strom bis IT‘ verdeutlicht, wie wir arbeiten: Bei uns sind sowohl Elektro als auch Gebäudetechnik und IT unter einem Dach und wir arbeiten in diesen Bereichen eng vernetzt. Wenn man all diese Dinge zusammenbringen und gemeinsam planen will, dann sind wir die richtigen Ansprechpartner. Diese Art des Arbeitens, die Dinge zusammen zu denken und zusammen zu bringen, das macht uns als Unternehmen aus und ist unser Alleinstellungsmerkmal.“

Zur Zeit sind ca. 60-70 Stellen im Unternehmen unbesetzt. Grund hierfür ist der große Fachkräftemangel von Elektrikern und Elektrikerinnen bis hin zur IT. Doch die Schweickert GmbH bietet ihren Mitarbeitenden viel – sei es die tolle neue Firmenzentrale oder auch das angenehme Arbeitsklima – und hofft darauf, die Stellen nach und nach besetzen zu können. Der Neubau lädt durch seien Architektur zur Kommunikation ein: Offen gestaltete Räume, eine Dachterrasse mit Minigolfanlage, ein Grillplatz, Hängematten, und vieles mehr – hier kann man kreativ und kommunikativ arbeiten. Vor dem Baustart wurde eine Arbeitsgruppe mit Mitarbeitenden gegründet, um sie in den Planungsprozess miteinzubeziehen und ihre Ideen aufzugreifen. Dieser enge Austausch zwischen der Unternehmensführung und den Mitarbeitenden macht die Schweickert GmbH aus: „Daran merkt man, dass die Firma noch immer in Familienbesitz ist. Wir zeichnen uns durch eine hohe Verlässlichkeit aus und alle fühlen sich hier sehr wohl“, so Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr.

Auch über die Auswirkungen der Pandemie auf das Unternehmen sprachen wir. Seit über einem Jahr sind fast alle Mitarbeitenden im Homeoffice. Wer doch zur Arbeit kommt, der hat die Möglichkeit sich morgens vor Ort testen zu lassen. Das Unternehmen ist bisher gut durch die Krise gekommen – keine einzige Ansteckung hat im Unternehmen stattgefunden.

Da die Mitarbeitenden des Elektrofachbetriebs nun impfberechtigt sind, hatte das Unternehmen die Möglichkeit geprüft, Impfungen im Betrieb vorzunehmen – doch die bürokratischen Hürden waren zu hoch. Nun wird daran gearbeitet, die Mitarbeitenden über die Hausarztpraxen impfen zu lassen.

Auch vor Corona bestand im Unternehmen durch das sogenannte „flex office“ die Möglichkeit für Homeoffice, allerdings wurde das vor der Krise nicht so stark genutzt. Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr merkte an: „Wir bekommen von unseren Mitarbeitenden zurückgemeldet, dass sie nach der langen Zeit im Home Office nun gerne wieder zurück ins Gebäude kommen möchten. Wir gehen davon aus, dass sobald das wieder möglich ist, erstmal ein Drang zurück ins Büro kommen wird – dennoch werden die Arbeitsmodelle auch nach Corona sicherlich flexibler bleiben.“ Das Unternehmen hat sich in den letzten Jahren vielseitig verändert – diese Change-Prozesse gestalteten sich unter Corona-Bedingungen schwierig und die Hoffnung ist groß, dass die Mitarbeitenden nun nach und nach geimpft werden und man dann wieder zu einem Stück mehr Normalität im Arbeitsalltag zurückkehren kann.

Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr berichtete weiter, dass das Thema Nachhaltigkeit eine zunehmend größere Rolle im Unternehmen spiele. „Wir gehen dieses Thema sehr ernsthaft sowie engagiert an und haben hierfür ein Nachhaltigkeits-Team gegründet.“ In zahlreichen Bereichen setzt sich die Schweickert GmbH mit dieser Thematik auseinander – sei es im Gebäudemanagement oder auch bei Aktionen für die Mitarbeitenden. Zusammen mit den Mitarbeitenden wurden beispielsweise auf einem Kartoffelacker heimische Kartoffelarten gepflanzt. Außerdem sollen zunehmend Elektroautos als Firmenwagen eingesetzt werden. „Wir möchten in diesem Bereich Vorreiter sein“, betonte Dr. Schmidt-Eisenlohr.

Matthias Renschler war beeindruckt von dem Engagement der Schweickert GmbH im Bereich der Nachhaltigkeit: „Hier bieten sich sicherlich große Möglichkeiten der Kooperation mit der Stadt.“

Zum Schluss betonte Matthias Renschler noch einmal: „Walldorf ist für Unternehmen ein attraktiver Wirtschaftsstandort, dennoch muss die Kooperation und Kommunikation zwischen der Stadt und den Unternehmen verbessert und ausgebaut werden. Hierfür werde ich mich einsetzten.“

Vielen Dank an Herrn Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr für das spannenden Gespräch und die Führung durch das neue Gebäude der Schweickert GmbH.