Matthias Renschler im Gespräch mit Hermann Dooremans, 1. Vorsitzender der Constantia Walldorf 1878 e.V.

Unser Bürgermeisterkandidat Matthias Renschler hat sich mit Hermann Dooremans, dem 1. Vorsitzenden der Constantia Walldorf 1887 e.V., getroffen, um über den Verein und das Vereinsleben in Walldorf zu sprechen.

Der aktive Chor der Constantia besteht aktuell aus 90 Frauen und 30 Männern. Herr Dooremans berichtete: „Vor Corona wurde das Projekt Rock Classics V – bereits mehrfach coronabedingt verschoben – und außerdem das Projekt ‚Sing and Dance’ initiiert, an dem 15 Jungen und Mädchen teilnahmen. Leider mussten die Proben durch die Pandemie ausgesetzt werden, doch das Projekt soll wieder reaktiviert werden. Wie und in welchem Umfang wir pandemiebedingte personelle Verluste hinnehmen müssen, ist derzeit noch nicht absehbar.“

Herr Dooremans erzählte, wie schwer es aktuell ist, kurz bis mittelfristige Zukunftspläne für den Chor zu machen, da man abhängig von den Inzidenzen und den Verordnungen ist. Bei der Größe des Chores ist es nicht praktikabel, für alle Teilnehmenden vor jeder Probe Test zu beschaffen und zu testen und bislang sind noch nicht alle geimpft. „Online zu proben ist nicht gut umsetzbar, da Online-Proben weder etwas mit Chorgemeinschaft noch mit Vereinsleben zu tun haben“, berichtete uns Herr Dooremans. Dennoch hält der Verein engen Kontakt zu den Mitgliedern, beispielsweise durch regelmäßige Newsletter. Die Hoffnung ist groß, dass in naher Zukunft wieder Proben und irgendwann auch Veranstaltungen möglich sind, „doch das Hin und Her der Reglungen und die Unklarheit machen mürbe und die gemeinschaftlichen Ereignisse fehlen uns allen“, berichtete er weiter. Es sei aber der Gesundheit aller geschuldet.

Matthias Renschler machte deutlich: „Unsere Vereine in Walldorf dürfen nicht zerbrechen. Die Stadt muss dort, wo es nach Corona möglich ist, unterstützen und auch den kulturellen Vereinen bei einem Neustart helfen. Die Kultur muss nach der Pandemie wieder angeschoben werden! Hierfür wäre beispielsweise ein Kulturwochenende denkbar, welches die Stadt als Schirmherrin ausrichten könnte. Alle Musik-, Tanz- und weitere Kulturvereine und Gruppen könnten bei einem solchen Fest auftreten, um die Kultur in Walldorf wieder auf die Bühne zu bringen. Bei einem solchen Festival könnte Walldorf dann alles zeigen, was unsere Stadt kulturell zu bieten hat und quasi eine Auftaktveranstaltung initiieren, um den Vereinen wieder Antrieb zu verschaffen.“

Herr Dooremans berichtete, dass die Unterstützung durch die Stadt Walldorf immer gut war und ist: „Es ist ein Geben und Nehmen. Wir sind auch für die Stadt verfügbar, zum Beispiel bei Städtchen Veranstaltungen/Auftritten am Volkstrauertag. Auf der anderen Seite unterstützt uns die Stadt dann auch, wenn wir etwas benötigen.“

Ein großes Problem ist laut Hermann Dooremans allerdings der Platzmangel des Vereins: „Wir haben reichhaltig Ausstattung, die auf verschiedene Räumlichkeiten verteilt ist.“ Matthias Renschler konnte dieses Problem gut nachvollziehen: „Hier sind wir wieder bei einer meiner Kernideen für die Walldorfer Vereine – ein ‚Haus der Vereine’. Viele Vereine haben das Problem, dass ihre Materialien über zahlreiche Haushalte verteilt sind. Hier muss Raum zur Lagerung in einem ‚Haus der Vereine‘ geschaffen werden, welches ebenso für Gruppenstunden und Proben zur Verfügung stehen soll. All diese Überlegungen möchte ich gemeinsam mit den interessierten Vereinen in Walldorf angehen und zusammen an einem Konzept für ein solches Haus arbeiten. Wir haben so viel Expertise vor Ort, die oft besser über die eigenen Bedürfnisse im Verein Bescheid wissen als irgendwelche Sachverständigen. Daher möchte ich die Vereine ganz gezielt in die Planung einbeziehen.“

Vielen Dank an Hermann Dooremans für das spannende Gespräch, die wertvollen Anregungen und die Führung durch die Proberäume der Constantia. Die Daumen sind fest gedrückt, dass schon bald wieder Proben und dann auch Auftritte stattfinden können!